An dieser Stelle finden Sie Berichte und Artikel aus der lokalen Presse über unser unser Engagement für den Denkmalschutz in den letzten Jahren bis heute.
Bredeneek/ Lehmkuhlen (t/los). Das Bürgerschloss Bredeneek ist um eine Attraktion reicher: Der Bronzefries des Mailänder Bildhauers Antonio Pandiani (1838 — 1928) ist zurück an seinem Platz am Kamin im Kaulbachsaal — es handelt sich um den Abguss vom Original. Der Förderverein Bürgerschloss Bredeneek hat sich für das Projekt stark gemacht: Nach ersten Nachforschungen von Frithjof von Bodungen und weiterführenden Recherchen von Peter Semlies resultierte die Idee in der Abnahme der Form durch den Nettelauer Bildhauer Ingo Warnke......
Quelle: Der Reporter
Peter Semlies, Norbert Langfeld, Oliver Winzer, Jürgen Paustian
Zwei Leitern sind rechts und links vom großen Marmorkamin in der Eingangshalle aufgebaut. Norbert Langfeldt und Oliver Winzer vom Förderverein Bürgerschloss Bredeneek (Gemeinde Lehmkuhlen) greifen zu einem Bronzeguss-Relief, steigen die Sprossen hoch und befestigen das Kunstwerk in der Lücke, die jahrelang im Kamin klaffte. Damit geht ein lang gehegter Wunsch von Schlossherr Jürgen Paustian in Erfüllung.
Das zweiteilige Relief-Ensemble mit Szenen der griechischen Mythologie am Marmorkamin hatte der Künstler Ignatius Taschner (1871-1913) in den Jahren 1905 und 1906 für die damaligen Eigentümer, die Familie von Donner, gestaltet. Gezeigt wird die Sage, nach der Prinz Aktaion die Göttin Artemis beziehungsweise Diana beim Bade überrascht und zur Bestrafung von ihr in einen Hirsch verwandelt wird, um dann ein Opfer seiner eigenen Jagdhunde zu werden.
Conrad Hinrich III. Freiherr von Donner traf eine geschickte Wahl, als er sich unter den Künstlern seiner Zeit für Taschner entschied“, erklärt der Förderverein. Der Künstler habe bereits für Kaiser Wilhelm II. oder Prominente wie Schriftsteller Ludwig Thoma gearbeitet und Skulpturen auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 gezeigt.
Dass Conrad Hinrich III. Freiherr von Donner und seine Gemahlin Bodild Freifrau von Donner sich für diesen in Bezug auf Themen und Techniken sehr vielseitigen Künstler entschieden, liege auch darin begründet, dass Taschners Schaffen zwischen Jugendstil und Neoklassizismus vermittelte, so der Verein. Die Familie wünschte sich für das in der Außenwirkung neoklassizistisch wirkende Herrenhaus eine vom Jugendstil beeinflusste große Halle. „Taschner schuf eine gefällige Brücke zwischen beiden Stilrichtungen".
Doch als das Herrenhaus nach dem Krieg als Flüchtlingsunterkunft diente, wurden Mobiliar und Kunstgegenstände außer Haus geschafft, erzählt Jürgen Paustian. Das meiste landete bei Angehörigen der Familie von Donner, so auch das untere Relief. Als er 2004 das Schloss kaufte, konnte er ein, zwei Jahre später von diesem Original einen Abguss anfertigen lassen. „Zum Glück haben wir auch die Kaulbach-Gemälde wiederbekommen".
Das obere Relief, das auf dem Gestüt gelagert war, blieb allerdings nach einem Brand in der Anlage verschollen. Doch es bestand Hoffnung: „Als Taschner damals die Reliefs gestaltet hat, bestand er darauf, dass er für sich Abdrucke machen durfte“, erzählt Norbert Langfeldt. Diese hängen heute im Ignatius-Taschner-Gymnasium im bayerischen Dachau. Doch ein Abguss scheiterte jahrelang an bürokratischen Hürden.
Eine Tür öffnete sich allerdings, als Peter Semlies einen Führer über das „Herrenhaus und Bürgerschloss Bredeneek“ schrieb. Durch die Redaktionelle Zusammenarbeit mit dem Gymnasium in Dachau und insbesondere mit dem dortigen Landratsamt als Schulträger konnte der Traum endlich in Erfüllung gehen.
Die Kunstgießerei Marc-Andreas Hofmeister aus Berg fertigte eine hochwertige Kopie an, die Vereinsmitglied Jens Podbielski persönlich in Bayern abholte und nach Bredeneek brachte. Die Kosten von rund 3000 Euro übernahmen die Treuhandstiftung Bürgergesellschaft und Kulturgut, sowie der Förderverein Bürgerschloss Bredeneek. Damit ist das Herrenhaus wieder um eine kunsthistorisch bedeutsame Attraktion reicher.
Quelle: Kieler Nachrichten vom 30.6.2023 / SR
Fünfeinhalb Meter hoch ist die Decke des Kaulbachsaals im Schloss Bredeneek (Gemeinde Lehmkuhlen). Sie soll nun mit einer neuen Tapete mit originalgetreuem Muster versehen werden – ein Gemeinschaftsprojekt von Eigentümer und Förderverein.
Nachpflanzungen im Schlosspark Bredeneek
Bredeneek. Die große Trauerbuche im Schlosspark Bredeneek (Gemeinde Lehmkuhlen) war ein Blickfang. Doch der Solittärbaum war vom PiIz befallen und verlor seine Blätter. Aus Verkehrssicherungsgründen musste er gefällt werden. Jetzt sorgte der Stiftungsverein Bürgerschloss Bredeneek für Nachpflanzungen. ,,Die Trauerbuche hat den Park geprägt', erzählt Günter Kalin vom Vereinsvorstand, der sich für eine Spende zur Denkmalpflege in der Gartenanlage entschied.
Verein und Gemeinde gründen Treuhandstiftung - Ziele sind Spenden und kommerzielle Nutzung des Herrenhauses
LEHMKUHLEN. Mit einer Stiftung soll das Schloss Bredeneek vor dem Ruin gerettet werden. Eigentümer Jürgen Paustian (76) kann das denkmalgeschützte Anwesen nicht länger unterhalten. Die jetzt vom Verein Bürgerschloss Bredeneek und der Gemeinde Lehmkuhlen gegründete ,, Treuhandstiftung Bürgergesellschaft und Kulturgut" ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Eigentumsübertragung.
Die wahre Freude im Leben besteht darin, für einen Zweck benutzt zu werden, den man selbst als einen großen erkannt hat; völlig verbraucht zu werden, bevor man auf den Abfallhaufen geworfen wird, eine Naturkraft zu sein statt eines selbstsüchtigen kleinen Häufchens von Leiden und Beschwerden, der sich darüber beklagt, dass sich nicht die ganze Welt damit beschäftigt, einen glücklich zu machen.
Zitat: George Bernhard Shaw aus "Mensch und Übermensch"
Zitat: Üxbüll, Jakob - deutsch-schwedischer Biologe und Begründer der Umweltforschung
Zitat: Warnried Dettling in Expertise „Bürgergesellschaft"